Sie sind hier: Start > Themen
Energieberatung 20.04.2017

Balkon modernisieren - Energie sparen, Komfort gewinnen!


Erstellt am 20.04.2017
Ein Balkon soll möglichst viel Platz und Komfort an warmen Tagen bieten. Was auf und unter dem Vorbau von statten geht, sollten seine Besitzer aber auch an kühleren Tagen im Auge behalten. Denn aus energetischer Sicht kann das sonnige Zimmer im Freien eine Kehrseite haben. “In Räumen unter einem Balkon drohen unter Umständen Feuchtigkeit und Schimmelbefall. Außerdem kann über den Balkon eine erhebliche Menge an Heizenergie verloren gehen“, erklärt Energieberater Matthias Ansbach von der Verbraucherzentrale NRW. Ergibt Tipps, wie Balkonbesitzer Energie sparen und Komfort gewinnen können.
Energieverlusten einen Riegel vorschieben: Mit ihrer Glasfläche und möglichen Undichtigkeiten kann die Balkontür ein Wärmeleck sein. Zudem ist der Durchgang häufig schmal und mit Schwellen oder Stufen verbunden. Eine neue, luftdicht eingebaute Tür mit Wärmeschutzverglasung minimiert Energieverluste. Gleichzeitig kann der Austausch Sicherheit und Komfort steigern: Breite Türen mit starken Verriegelungen halten ungebetene Gäste fern und ermöglichen durch eine nahezu schwellenfreie Bauweise einen bequemen Durchgang.
Der Wärme keine Brücke bauen: Die Balkonplatte ist in vielen Altbauten die Verlängerung einer Geschossdecke und damit eine Wärmebrücke. Darüber geht zum einen Heizenergie verloren. Zum anderen führt das kalte Bauteil zu ebenfalls kühlen Stellen an Wänden und Decken angrenzender Räume. Dort droht in der Heizperiode Tauwasser- und in der Folge Schimmelbildung. Wer solche Probleme feststellt, sollte Expertenrat einholen. In manchen Fällen schafft eine fachgerecht angebrachte Innendämmung Abhilfe. Müssen Bodenbelag, Putz und Balkonbrüstung ohnehin erneuert werden, ist auch das Dämmen der Balkonplatte eine Möglichkeit.
Seenlandschaft trockenlegen: Regenwasser, das sich auf dem Balkon staut, kann einsickern und die Bausubstanz beschädigen. Wer dauerhaft Pfützen auf dem Balkon hat, sollte deshalb den Ablauf überprüfen und gegebenenfalls erneuern lassen. Die Oberfläche der Balkonplatte sollte zudem wasserdicht sein.
• Stolperfallen einebnen: Ein aufgeständerter Boden, etwa aus Holz, sorgt auch ohne Türaustausch zumindest auf der Außenseite für stolperfreie Bewegungsfreiheit. Wichtig: Wird das Bodenniveau erhöht, muss unter Umständen auch die Geländerhöhe angepasst werden.
Abriss in Betracht ziehen: Weil für Dämmung, Abfluss, Boden, Geländer und Schönheitsreparaturen einige Kosten zusammenkommen, sollten sanierungswillige Balkonbesitzer auch einen Abriss in Erwägung ziehen. Denn neue Balkone werden so angebracht, dass keine Wärmebrücken entstehen, und können innen und außen schwellenfrei und komfortabel gestaltet werden.
Fassadendämmung bedenken: Wer einen neuen Balkon an ein Haus ohne Fassadendämmung anbringt, sollte die spätere Montage einer Dämmung schon mit einplanen. Der nachträglich angebrachte Wärmeschutz kann sonst Komfort und Bewegungsfreiheit auf dem Balkon schnell wieder schmälern, indem er die Nutzfläche verkleinert.
Fördermöglichkeiten prüfen: Für Baumaßnahmen am Balkon, die Barrieren reduzieren oder die Energieeffizienz steigern, gibt es verschiedene Förderkredite.
Tipps zu den Förderkrediten und zur energetischen Sanierung gibt Matthias Ansbach, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, wieder in der öffentlichen und kostenfreien Sprechstunde in Ihrer Kommune. Die nächste Sprechstunde in Leopoldshöhe ist am Dienstag, dem 16.05.2017 in der Gemeindebücherei in Leopoldshöhe von 14:00 bis 17:00 Uhr.
Wenn umfangreichere Sanierungsmaßnahmen anstehen, kommen die Energie-Fachleute der Verbraucherzentrale auch zum Ratsuchenden nach Hause. Ein solcher 90-minütiger Vor-Ort-Service ist für 60 Euro zu haben.
Unverbindliche Anfragen und Terminvereinbarungen sind möglich unter Tel. 05231 7015 905 oder zentral unter 0211 / 33 996
oder per Email an detmold.energie@verbraucherzentrale.nrw.
    • Stadtplan der Gemeinde Leopoldshöhe