• 21.01.2008

    Ehrenamtliche/r Senioren- und Behindertenbeauftragte/r

    v. l.: Wolfang Tomiak, Manfred Steiner  

     

     

     

     

     

    Wolfgang Tomiak / Manfred Steiner

     

    Bericht über erste Erfahrungen und Ergebnisse:

    Angestoßen durch das neue Behindertengleichstellungsgesetz, das Antidiskriminierungsgesetz, das Alterseinkünftegesetz und viele weitere gesetzliche Neuregelungen für ältere Menschen und Menschen mit einer Behinderung hatte sich der Rat der Gemeinde intensiv mit den sich daraus für die Menschen unserer Gemeinde und für das politische Handeln absehbaren Konsequenzen beschäftigt. Schnell wurde deutlich, dass der demographische Wandel auch in Leopoldshöhe immer mehr spürbar wird (so sind fast 2.700 Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde inzwischen älter als 65 Jahre, Tendenz ansteigend).

    Eine Folge war die Anregung, einen Ansprechpartner, einen „Ombudsmann“ für Menschen mit einer Behinderung und für ältere Menschen in Leopoldshöhe zu berufen. Auch die Wohlfahrtsverbände und die anderen Ratsparteien sahen diese Notwendigkeit und so konnte der Rat der Gemeinde Leopoldshöhe als eine der ersten Kommunen in OWL 22. Juni 2006 einen ehrenamtlichen Senioren- und Behindertenbeauftragten bestellen. Derzeit üben dieses Amt Herr Wolfgang Tomiak und Herr Manfred Steiner aus.  

    In der Satzung der Gemeinde werden dem ehrenamtlichen Senioren- und Behindertenbeauftragten im Wesentlichen drei Aufgabenfelder zugeordnet:

    • Beratung
      sowohl für Rat suchende Menschen wie für die Gemeindeverwaltung


    • Mitwirkung
      sowohl als Einzelfall Hilfe wie in Gremien und Ausschüssen 


    • Anregung
      zur Schaffung oder Verbesserung von Diensten, Einrichtungen, Serviceleistungen

    Neben diesen „Vorgaben“ ist es dem ehrenamtlichen Senioren- und Behindertenbeauftragten bzw. seinem Stellvertreter besonders wichtig, die Bedürfnisse älterer Menschen und von Menschen mit einer Behinderung nach

    • Selbständiger Lebensführung und selbst bestimmtem Handeln und Entscheiden
    • Partizipation am gesellschaftlichen Leben 
    • Bedürfnis nach Sicherheit, Rücksichtnahme und Respekt 
    • Miteinander der Generationen

    zu stärken.

    In den zurückliegenden Monaten konnten bereits eine Vielzahl von Aktionen durchgeführt werden:

     

    • Einholung von Anregungen und Beschwerden über Missstände und Beschwernisse in der Gemeinde bei einer Vielzahl von Seniorenveranstaltungen (Besuch der Senioren-Union, des Klöntreffs der AWO im Rathaus, dem Seniorentreff der AWO in Asemissen, dem Netzwerk...) 
    • Begehung des Gemeindegebietes zusammen mit dem Seniorenbeauftragten des Kreises, Günter Kessler, und Vertretern der Verwaltung 
    • Besuch verschiedener Wohn- und Pflegeeinrichtungen für alte Menschen und Menschen mit einer Behinderung 
    • Stellungnahme zum Bebauungsplan „Waldstraße“ 
    • Anmahnen einer Rampe in der Aula der GS Nord 
    • Mitwirkung bei der Aktion „Seniorenpower für die OGS“ 
    • Mitarbeit im Projektteam „Familienzentrum“

     

    Erste Erfahrungen:

    • auch im Alter noch so lange wie irgend möglich selbständig wohnen zu können ist ein immer wieder vorgetragenes Thema. Wohnen im Alter wird daher zu einem Schwerpunkt kommunalen Handelns werden müssen. Die neue Wohnanlage am Askamp nach dem Konzept „Service Wohnen“ ist für unsere Gemeinde ein erster Schritt; die Nachfrage ist hoch. Generationenübergreifende Wohnprojekte, in denen gegenseitige Hilfe (so könnten z. B. Ältere als „Ersatz-Großeltern“ junge Familien oder Alleinerziehende mit Kindern unterstützen und diese im Gegenzug die Älteren bei denjenigen Verrichtungen unterstützen, die deren Kräfte überfordern) nicht nur eine kostengünstige Form vielfältiger wechselseitiger Alltagshilfen darstellen könnte, sondern auch wechselseitiges Verstehen fördern und Lebenssinn spenden könnte, sollten möglichst bald in Angriff genommen werden. 
    • Einen großen Raum bei den Individualberatungen nehmen Fragen nach einer Vorsorgevollmacht und nach einer Patientenverfügung ein. 
    • Insbesondere für Angehörige stellt die Frage nach angemessener Pflege, ambulant durch Familienangehörige oder Pflegedienste oder stationäre Pflege, eine drängend-bedrängende Frage dar, wobei nicht nur die extrem hohe psycho-physische Belastung pflegender Angehöriger, sondern vor allem die Bezahlbarkeit und somit die Frage nach den Pflegestufen im Mittelpunkt stehen.
    • Ebenfalls dem Gedanken generationenübergreifender Vorhaben in unserer Gemeinde ist das Projekt „Seniorenpower für die OGS“ verpflichtet. Ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger können ihr Können, ihre Erfahrungen und schlicht ihre freie Zeit in die Betreuung der offenen Ganztags-Grundschul-Gruppen einbringen. Interessenten werden noch dringend gesucht.
    • Noch ein Letztes: Der ehrenamtliche Senioren- und Behindertenbeauftragte bzw. seine Stellvertreterin treten parteiübergreifend und unabhängig für die Belange der älteren und behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürger ein und sind damit für jede und jeden ein/e vertrauenswürdige/r Beratungspartner/in.

     

    Sowohl Herr Tomiak als auch Herr Steiner arbeiten eng mit der Verwaltung zusammen und werden im Rathaus von der Mitarbeiterin der Rentenstelle, Frau Kornelia Siebert, unterstützt. Frau Siebert ist während der allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses unter der Rufnummer 05208/991-313 zu erreichen.

     

    Weiterhin bieten die beiden ehrenamtlichen Senioren- und Behindertenbeauftragten der Gemeinde Leopoldshöhe regelmäßige Vortragsveranstaltungen an, auf die im Veranstaltungskalender der Gemeinde Leopoldshöhe und im örtlichen Anzeiger, dem Leopoldshöher Blatt, hingewiesen wird. Im Anschluss an die Veranstaltungen findet dann jeweils auch eine allgemeine Sprechstunde statt.  

     

    Zur Vereinbarung eines persönlichen Termins ist Herr Tomiak unter der Telefonnummer 05202/88 17 06 sowie Herr Steiner unter der Telefonnummer 05202/81444 zu erreichen.

     

    Den Bericht des Senioren- und Behindertenbeauftragten der Gemeinde Leopoldshöhe finden Sie im rechten Downloadbereich.

     

    Die Satzung über die Wahrnehmung der Belange von Seniorinnen und Senioren sowie von Menschen mit Behinderung in der Gemeinde Leopoldshöhe finden Sie ebenfalls im rechten Downloadbereich. 

    • Frau Kornelia Siebert
      Rathaus
      Zimmer 3
      Kirchweg 1

      33818 Leopoldshöhe
      Telefon: 05208 / 991-313
      Telefax: 05208 / 991 44 313
      E-Mail: Kontakt