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Sparen beim Warmwasser ohne Hetzen und Frieren – Duschkosten in Lippe und wie man sie senkt


Was kostet eigentlich Duschen? Auf Campingplätzen zum Beispiel weiß man das oft genau: Für 20 Cent oder einen anderen Festbetrag fließt eine Minute warmes Wasser. Aber wie ist das zu Hause, bei den Preisen hier in Lippe? Das beantwortet die Verbraucherzentrale NRW in der Aktion „Dreh auf und spar“. Und sie zeigt, wie Sparen beim Duschen ganz ohne Hetzen und Frieren möglich ist.
„20 Cent pro Minute zahlen in der heimischen Dusche sicherlich die Wenigsten“, sagt Energieberater Matthias Ansbach. „Aber zehn Cent kann schon allein der Strom kosten, den der elektrische Durchlauferhitzer verbraucht.“ Für acht Minuten Duschen wären das 80 Cent, bei täglicher Dusche mehr als 290 Euro im Jahr. Bei den Wasser- und Abwasserpreisen in Leopoldshöhe und Oerlinghausen beispielsweise kämen dann insgesamt jährlich zwischen 463-468 Euro fürs Duschen zusammen. Für eine Person. Ihre eigenen Kosten können alle lippischen Haushalte mit Ihrer Postleitzahl unter www.verbraucherzentrale.nrw/duschrechner ermitteln.
„Jetzt könnte man natürlich sagen: Dusch seltener, kürzer und kälter, dann sparst du“, sagte Energieberater Matthias Ansbach. Das sei auch eigentlich gar nicht falsch – die Uhr zumindest im Blick zu behalten, empfehle auch die Verbraucherzentrale. „Aber mit einem Sparduschkopf und den richtigen Einstellungen kann ich oft genauso gut und viel bequemer sparen – und in Kombination sogar doppelt.“
Durch einen Sparduschkopf fließen maximal neun Liter Wasser pro Minute statt der üblichen bis zu zwölf Liter. Regenduschen haben sogar Schüttmengen von bis zu 20 Litern. „Das macht natürlich einen Riesenunterschied – halbe Schüttmenge bedeutet oft auch halbe Kosten“, erklärte Ansbach. Das Duschen bleibe mit Sparduschkopf trotzdem angenehm, weil der Wasserstrahl mit Luft aufgefüllt werde.
Wie aber findet man ein gutes Modell? „Auf Kennzeichnungen wie ‚sparsam‘ oder ‚öko‘ ist kein Verlass“, betonte Matthias Ansbach. Nur die Angabe der Liter pro Minute sei wirklich hilfreich. „Die Schüttmenge ist allerdings leider längst nicht immer angegeben“, berichtete er. Die Suche nach Modellen mit Kennzeichnung lohne sich aber für alle, die zuverlässig sparen wollten.
Entscheidend ist die Schüttmenge auch bei bestimmten, oft älteren Durchlauferhitzern. „Diese hydraulisch gesteuerten Geräte funktionieren meist nicht, wenn weniger als acht Liter pro Minute fließen“, erklärte Ansbach. Wenn möglich, empfiehlt er deshalb den Umstieg auf elektronische Erhitzer. Diese haben kein Problem mit kleineren Schüttmengen. Weiterer Vorteil: Man kann die gewünschte Temperatur am Gerät genau voreinstellen. „Dann wird Wasser nicht heißer gemacht, als nötig – auch das spart Energie“, so Ansbach.
Unter www.verbraucherzentrale.nrw/warmwasser gibt es Tipps und Anleitungen zum Ermitteln des Verbrauchs sowie zum Sparen beim Warmwasser – auch mit Zentralheizungen.
Individuelle Empfehlungen gibt Matthias Ansbach von der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW in der kostenlosen Beratungssprechstunde am Dienstag, den 14.11.2017 von 14:00-17:00 Uhr in der Gemeindebücherei Leopoldshöhe.
Wenn umfangreichere Sanierungsmaßnahmen anstehen oder zum Beispiel die Heizung erneuert werden soll, kommen die Energie-Fachleute der Verbraucherzentrale auch zum Ratsuchenden nach Hause. Ein solcher 90-minütiger Vor-Ort-Service ist für 60 Euro zu haben. Unverbindliche Anfragen und Terminvereinbarungen sind möglich unter Tel. 05231 7015 905 oder zentral unter 0211 / 33 996 555. Über das Internet erreichen Sie uns unter www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung oder per Email an detmold.energie@verbraucherzentrale.nrw.