sea-1993791_1920.jpg

Pressemitteilungen

Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

das Jahr 2018 neigt sich langsam, aber unaufhaltsam seinem Ende zu. Die Vorbereitungen auf die Weihnachtstage laufen mittlerweile auf Hochtouren. Die Weihnachtsmärkte laden zum Besuch ein, die Straßen und Marktplätze erstrahlen im weihnachtlichen Lichterglanz. Vieles ist in dieser Zeit zu bedenken und zu erledigen. Aber es sollte trotz allem Trubel und aller Verpflichtungen Zeit sein, einmal etwas zur Ruhe zu kommen, abzuschalten, innezuhalten und auch das ein oder andere Ereignis des zu Ende gehenden Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen.

Das ablaufende Jahr war in mancherlei Hinsicht ein ereignisreiches und besonderes Jahr. 2018 wird sicherlich als ein Jahr der Wetterextreme im Gedächtnis bleiben. Anfang des Jahres hat Sturmtief Friederike in ganz Deutschland gewütet und erhebliche Schäden verursacht. Davon ist auch Leopoldshöhe nicht verschont geblieben.

2018 war zudem eines der heißesten und trockensten Jahre seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen. In Leopoldshöhe sind wir sicherlich noch mit einem blauen Auge davongekommen. In anderen Teilen unseres Landes waren die Schäden jedoch sehr groß. Auch die erschreckenden Bilder von furchtbaren Naturkatastrophen wie Stürmen, Überschwemmungen oder Waldbränden in anderen Teilen der Welt sind sicher allen noch präsent und das Thema „Klimawandel“ mit seinen Folgen gewinnt zweifelsfrei immer mehr an Bedeutung.

2018 war aber auch durch eine bemerkenswert schwierige und so noch nicht gekannte politische Situation geprägt. Die komplizierte Suche nach politischen Mehrheiten nach der letzten Bundestagswahl im September 2017, die nach langwierigen Koalitionsverhandlungen erst im März 2018 zur Bildung einer neuen Bundesregierung geführt hat, hat viele Bürgerinnen und Bürger des Landes verunsichert und die Politikverdrossenheit weiter gefördert. Und nicht zuletzt deshalb sind auch in unserem Land Kräfte am Werk, die sich als Gefahr für unsere Demokratie erweisen könnten. Nationalistische Strömungen, wie sie mittlerweile in vielen Ländern Europas und in der Welt auf dem Vormarsch sind, haben auch in Deutschland Raum gefunden. Dies gibt Anlass zu großer Sorge. Umso wichtiger ist der Einsatz jeder und jedes Einzelnen für Recht, Freiheit und Demokratie. Wir alle sind aufgerufen, dafür Sorge tragen, dass Hass, Vorurteile und Ausgrenzung in unserem Land keinen Platz haben.

2018 ist sicherlich positiv zu vermerken, dass sich die günstige wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land fortgesetzt hat. Die Arbeitslosenquote ist weiter zurückgegangen und hat sich auf einem historischen Tiefstand eingependelt. Die Staatseinnahmen sind weiter gestiegen und bewegen sich ebenfalls auf Rekordniveau.

Bei den Kommunen machen sich diese günstigen Umstände ebenfalls bemerkbar und verbessern die Rahmenbedingungen. Die über Jahre hinweg angespannte finanzielle Situation der Gemeinde Leopoldshöhe hat sich im vergangenen Jahr weiter entspannt. Die Steuereinnahmen sind gestiegen ohne Anhebung der kommunalen Steuersätze; auch Zuweisungen des Landes, Entlastungen der Kommunen durch den Bund sowie die weiterhin anhaltende Niedrigzinsphase haben zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen. Trotz dieser günstigen Ausgangssituation ist es aber auch zukünftig erforderlich, den eingeschlagenen Konsolidierungskurs beizubehalten, um die Gemeinde Leopoldshöhe fit für die nächsten Jahre zu machen.

Die Herausforderungen für die Gemeinde sind dabei nicht kleiner geworden. Der demographische Wandel ist und bleibt eine große Herausforderung für die Zukunft. Die Digitalisierung ist ein weiteres wichtiges Zukunftsthema, das mit Nachdruck verfolgt werden muss.

Einige bedeutende Projekte werden uns auch im kommenden Jahr noch weiter beschäftigen. Die Erweiterung und Sanierung des Schulzentrums Leopoldshöhe macht gute Fortschritte - trotz unvorhersehbarer Schwierigkeiten, die zu Verzögerungen und auch zu Verteuerungen geführt haben. Gleiches gilt auch für das Projekt „Integrationszentrum Asemissen“. Der Abriss des Sporthauses und der Festhalle ist in 2018 erfolgt, der Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Sporthauses geht gut voran. Die Errichtung der geplanten Kindertagesstätte wird sich allerdings in das nächste Jahr verschieben. Mittlerweile sind die Verträge mit dem zukünftigen Träger geschlossen, allerdings kann derzeit noch nicht sicher gesagt werden, ob die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Einrichtung in 2019 erfolgen kann. Mit der Erstellung dieser neuen Kindertageseinrichtung verfügt die Gemeinde dann über insgesamt 10 Kindertagesstätten. Dies wie auch die Weiterentwicklung und Modernisierung der Leopoldshöher Schullandschaft ist sicherlich ein Garant dafür, dass Leopoldshöhe als eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde auch für viele Neubürgerinnen und Neubürger attraktiv ist. Die große Nachfrage nach Baugrundstücken und Wohnraum in Leopoldshöhe ist ein weiteres Indiz für diese positive Entwicklung. Gleichzeitig stellt dies auch eine große Herausforderung für die Zukunft dar. Ein Ziel des kommunalen Handelns auch im Bereich der Bauleit- und Bauplanung muss es daher sein, die Voraussetzungen für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, insbesondere für junge Familien, sicherzustellen.

Darüber hinaus werden auch in 2019 weitere Investitionen in die sonstige gemeindliche Infrastruktur wie Straßenbau und –unterhaltung, Erschließungsmaßnahmen usw. erforderlich sein, um Leopoldshöhe als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv zu erhalten.

Ein großes Projekt im Leopoldshöher Gemeindesüden beschäftigt uns schon seit vielen Jahren, obwohl es kein gemeindliches Projekt ist. Der Neubau der Bundesstraße 66 in Asemissen rückt näher. Vorbereitende Arbeiten sind seit diesem Jahr unübersehbar im Gange. Auch für die Gemeinde hatte dies schon beträchtliche Auswirkungen, mussten doch in diesem Zuge umfangreiche Arbeiten zur Verlegung gemeindlicher Wasserleitungen in Asemissen durchgeführt werden. Wann der Startschuss für die eigentlichen Straßenbauarbeiten gegeben wird, steht derzeit allerdings noch nicht genau fest. Fest steht aber, dass die Bauarbeiten auf jeden Fall zu nicht unerheblichen Einschränkungen und Schwierigkeiten für den Durchgangsverkehr und auch für die Erreichbarkeit bestimmter Gebiete, wie z.B. das Gewerbegebiet Asemissen, führen werden. Alle an der Maßnahme Beteiligten werden hier natürlich bestrebt sein, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Die Aussicht auf eine hoffentlich spürbare Entlastung der Verkehrsströme nach Fertigstellung der B66n, insbesondere im Knotenpunkt der B66 mit der L751, lässt die Einschränkungen dann vielleicht aber doch etwas leichter ertragen.

Das Jahr 2019 wird wieder manche Herausforderung für uns bereithalten. Wir haben aber trotz aller Widrigkeiten Grund, dem neuen Jahr auch in Leopoldshöhe durchaus mit Zuversicht entgegen zu blicken. 2019 wird in einer Hinsicht ein ganz besonderes Jahr. 1969 wurde der Startschuss gegeben für die kommunale Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. So blicken wir 2019 also auf 50 Jahre Großgemeinde Leopoldshöhe zurück. Und diese 50-jährige Geschichte der Großgemeinde Leopoldshöhe ist durchaus eine Erfolgsgeschichte. Dies ist nicht zuletzt den Menschen zu verdanken, die in dieser Gemeinde leben, arbeiten und sich in vielfältiger Weise in den vergangenen 50 Jahren für ihre Gemeinde engagiert haben.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Menschen bedanken, die sich im abgelaufenen Jahr durch bürgerschaftliches Engagement für das Gemeinwohl eingesetzt haben, in Vereinen, Verbänden, Kirchen, Parteien aber auch im kleinen ganz persönlichen Umfeld. Dieses Engagement ist gerade auch in der heutigen Zeit eminent wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein wichtiges Zeichen von Solidarität und Mitmenschlichkeit.

Lassen Sie uns in diesem Sinne gemeinsam weiterarbeiten, um die Zukunft unserer Gemeinde Leopoldshöhe positiv gestalten zu können.

Ich wünsche Ihnen allen ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest, Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg für das Jahr 2019.

 

Ihr

Gerhard Schemmel

Bürgermeister

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.