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Pressemitteilungen

Schnatfahrt des Gemeinderates


Einmal im Jahr macht sich der Gemeinderat mit dem Fahrrad auf eine Tour durch die Gemeinde. Im Rahmen dieser sogenannten „Schnatfahrt“ besuchen die Mitglieder des Rates und Vertreter der Gemeindeverwaltung die Ortsteile, um sich vor Ort Projekte und weitere Punkte anzusehen, die auch Gegenstand der Beratungen in den unterschiedlichen politischen Gremien der Gemeinde waren und sind.

In diesem Jahr haben sich die Ratsmitglieder und der Verwaltungsvorstand am Samstag, dem 31.08.2019 auf den Weg in den nördlichen Bereich der Gemeinde gemacht.

Vom Startpunkt Bauhof ging es zunächst zum neuen Baugebiet am Gieselmannkreisel, wo die Damen und Herren des Rates über den Stand der einzelnen Vorhaben informiert wurden. Die Grundstücke sowohl im Wohngebiet wie auch im Gewerbebereich des Baugebietes sind mittlerweile nahezu vollständig veräußert und größtenteils auch schon bebaut. Von besonderem Interesse war hier das Bauvorhaben der Wohnbau Lemgo, die im Gebiet am Gieselmannkreisel insgesamt vierzig Mietwohnungen errichtet, wovon eine gewisse Anzahl Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gefördert und damit zu günstigen Mietpreisen ab 5,50 € vermietet werden. Der erste Bauabschnitt wurde hier mittlerweile begonnen.

Zweiter Haltepunkt auf der Tour war die Kreuzung Schötmarsche Straße/Schackenburger Straße in Krentrup-Heipke. Hier informierten sich die Ratsmitglieder über den Zustand der Schackenburger Straße in Richtung Pottenhausen. Die Straße ist insbesondere im Bereich der Bodendeponie sehr schmal und in einem schlechten baulichen Zustand. Vor allem für Radfahrer/innen ist eine Benutzung der Straße sehr gefährlich. Hier sind in der Vergangenheit schon zahlreiche Gespräche mit dem zuständigen Straßenbaulastträger geführt worden. Derzeit wird über die Möglichkeit der Errichtung eines Bürgerradweges nachgedacht, mit dem die gefährliche Situation entschärft werden und gleichzeitig auch ein wichtiger Lückenschluss zwischen Leopoldshöhe und Lage verwirklicht werden könnte. Auch die Nachbarstadt Lage hat hieran ein großes Interesse.

Danach ging es weiter zur Kläranlage Heipke. Hier informierte Herr Becker vom Abwasserwerk Leopoldshöhe über ein neues Verfahren zum Einbringen von Sauerstoff in die Belebungsbecken der Anlage, die von Mitarbeitern des Abwasserwerks in Eigenregie entwickelt und installiert wurden. Über eingebaute Propeller wird das Abwasser im Becken in Bewegung gehalten und über eingelassene Belüftungsmatten wird Sauerstoff eingebracht, der für die zur Abwasserreinigung „zuständigen“ Kleinstlebewesen lebensnotwendig ist. Das bisherige aufwendige und anfällige System der beweglichen Lüfterbrücken konnte damit ersetzt werden.

Von der Kläranlage in Heipke führte die Fahrt dann weiter nach Bexterhagen, wo der Sportplatz des TuS Bexterhagen das Ziel war. Vertreter des TuS stellten hier das neue Kleinspielfeld vor. Auf diesem Kunstrasenplatz, der im Wesentlichen in Eigenleistung erstellt wurde, kann nun witterungsunabhängig ein ganzjähriger Trainingsbetrieb, insbesondere für die Jugendmannschaften, stattfinden. Weiterhin besichtigten die Teilnehmer der Schnatfahrt das ebenfalls in Eigenleistung renovierte Sporthaus des TuS. Hier ist ein echtes Schmuckstück entstanden und die Ratsmitglieder sparten nicht mit Lob für das vorbildliche Engagement der TuS-Mitglieder und –Verantwortlichen. Anschließend besichtigten die Ratsmitglieder den Friedhof Bexterhagen und machten sich ein Bild von dieser Einrichtung. Der Friedhof Bexterhagen ist der kleinste der kommunalen Friedhöfe und wird mittlerweile nur noch sehr selten für Beisetzungen genutzt. Da Trauerfeiern immer häufiger in den privaten Trauerräumern der Bestattungsunternehmen stattfinden, wird auch die Friedhofskapelle in Bexterhagen kaum noch für Trauerfeiern genutzt.  Übereinstimmend stellten die Ratsmitglieder fest, dass der Pflegezustand des Friedhofs sehr gut ist. Auf dem Weg zum letzten Ziel in Bexterhagen, dem neuen Radweg am Alten Postweg, radelten die Teilnehmer der Schnatfahrt durch die Siedlung Bexterhagen. Hier wurden einige über viele Jahre leerstehende Wohnhäuser von einem privaten Investor saniert und können nun wieder für Wohnzwecke genutzt werden. Ein echter Fortschritt für Bexterhagen, waren diese Gebäude doch jahrelang dem Verfall preisgegeben und alles andere als ein schöner Anblick für die Bewohner und Bewohnerinnen der Siedlung. Der neue Radweg am Alten Postweg war das letzte der offiziellen Ziele im Norden der Gemeinde.

Auf dem Rückweg machten die Teilnehmer/innen der Schnatfahrt noch einen kurzen Stopp am Schul- und Sportzentrum Leopoldshöhe, wo Bürgermeister Schemmel über die weiteren Planungen zur Erweiterung der Gesamtschule und auch zum Förderprogramm ISEK informierte. Mithilfe der Förderung aus den Töpfen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) und weiterer Fördertöpfe soll hier unter dem Oberbegriff eines „Bildungs-Campus“ eine multifunktionale Einrichtung für Schule, Bildung, Kultur und Sport entstehen.

Die Fahrt endete nach gut 3 Stunden wieder auf dem Bauhof, wo eine kleine Stärkung auf die Teilnehmer/innen wartete.

Das Bild zeigt die Mitglieder des Rates auf dem Sportplatz in Bexterhagen.