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Pressemitteilungen

Stadtwerke Bielefeld stoppen Windkraftprüfungen in Leopoldshöhe


Neue politische Vorgaben ändern Rahmenbedingungen - Fokus auf Projekte mit lokalem Rückhalt


Die Stadtwerke Bielefeld und die Gemeinde Leopoldshöhe haben entschieden, die bisherigen Überlegungen zu einem möglichen Windenergieprojekt nicht weiterzuführen. Die Entscheidung ist das Ergebnis eines offenen und transparenten Austauschs mit Verwaltung, Politik und Bürgerschaft.

Grundlage ist der vom Gemeinderat beschlossene Mindestabstand von 1.000 Metern zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung. Unter diesen neuen Rahmenbedingungen ist eine Umsetzung an den geprüften Standorten nicht mehr möglich.

„Wir sind frühzeitig und offen in den Dialog gegangen – sowohl mit den politischen Fraktionen als auch mit den Gegnerinnern und Gegnern der Pläne. Von Beginn an sind Pläne und der mögliche Genehmigungsprozess transparent dargestellt worden“, sagt Tobias Altehülshorst, Geschäftsbereichsleiter Erneuerbare Energien der Stadtwerke Bielefeld. „Für Windenergieprojekte braucht es aber politischen Rückenwind und gesellschaftliche Unterstützung. Die Energiewende gelingt am schnellsten dort, wo planerische Rahmenbedingungen und lokaler Rückhalt zusammenkommen. Da dieser Konsens in Leopoldshöhe nicht entstanden ist, richten wir unsere Ressourcen nun auf Projekte aus, bei denen Energiewende und kommunaler Wille Hand in Hand gehen.“

Die Stadtwerke betonen den konstruktiven Austausch mit der Gemeinde Leopoldshöhe und bedanken sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Beide Seiten sehen die gewonnenen Erkenntnisse als wertvollen Beitrag für die zukünftige Energiewende in der Region.

„Seit Planungsbeginn war der Austausch mit den Stadtwerken Bielefeld offen, transparent und auf Augenhöhe. Ich bedauere, dass das Projekt nicht umgesetzt werden kann, die zusätzlichen Einnahmen hätten unserer Gemeinde in der aktuellen Haushaltslage geholfen. Zudem zeigt der Blick auf die weltpolitische Lage, wie wichtig eine nachhaltige, unabhängige Energieversorgung geworden ist. Gleichzeitig respektiere ich selbstverständlich die demokratische Entscheidung des Rates und damit auch den weiteren Weg der Stadtwerke Bielefeld”, sagt Leopoldshöhes Bürgermeister Prof. Dr. Martin Hoffmann.

Foto: pixabay